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Geschichte

Auszug aus Chronik Turnverein Müllheim 1980 - 2005

Die Gründung des TVM erfolgte am 4. April 1880. Es wurde zunächst eine Kommission gewählt, welche einen Statutenentwurf auszuarbeiten hatte. Das Protokoll der Gründungsversammlung ist in der Chronik abgedruckt.

Die Gründung geschah auf Anregung der Herren Lehrer Kaiser und Nägeli. Diese beiden wurden in den ersten Vorstand gewählt und übernahmen auch gleich die wichtigen Ämter  Präsident und Oberturner. Dazu wurden ein Aktuar, ein Quästor und ein Beisitzer gewählt.

Seither haben dem Verein über 100 Personen als Vorstandsmitglieder gedient. Ihre Amtszeiten reichen von wenigen Wochen bis zu den 17 Jahren des Ehrenoberturners Emil Österreicher. In der Chronik sind ihre Namen und die jeweilige Amtsdauer nachzulesen.

Viele dieser Vorstandsmitglieder und weiter verdienstvolle Turner, aber auch einige Personen aus dem Umfeld, durfte der Turnverein zu Ehrenmitgliedern erheben. Sie alle, ob sie schon von uns gegangen sind oder anlässlich des Jubiläums noch unter uns weilen dürfen, haben den Dank des Vereins verdient und sind deshalb in der Chronik namentlich aufgeführt.

Kaum mehr als ein Monat war nach der Gründung vergangen, da beschloss der junge Verein bereits die Übernahme des kantonalen Schauturnens. Dieser Grossanlass konnte am 5. September 1880 dank tadelloser Organisation reibungslos durchgeführt werden.

In der bisherigen Vereinsgeschichte trat der TVM noch mehrere Male als Organisator grosser Turnanlässe auf. Erwähnt seien hier lediglich das kant. Schauturnen von 1907 und die Kreisturntage (erstmals 1916, letztmals 1966). Etliche andere Anlässe sind in der Chronik aufgeführt.

Gleich im ersten Vereinsjahr wurde eine seidene Fahne angeschafft. Sie diente dem Verein über 40 Jahre und wurde im Jahre 1921 ersetzt. Die dritte Fahne wurde 1958 eingeweiht, anlässlich des Fests „100 Jahre Sekundarschule“. Die heutige Fahne durfte der Turnverein am 15. Juni 1980 einweihen.

Im Gründerjahr diente die grosse Scheune beim Rest. Löwen als erstes Turnlokal. Bald schonmusste sich der Verein auf die Suche nach andern Räumen begeben, weil die Scheune wieder anderweitig benutzt wurde. Fündig wurde man in den Scheunen des Bäckers Pfister im Oberdorf und beim Bauern in der Horngasse.

Als im Jahre 1890 das Schulhaus an der Ochsenkreuzung eingeweiht wurde, war mit dem  Schulhauskeller die Frage nach dem Turnlokal vorübergehend gelöst. Nach einigen Jahren aber  vertrieb der zu niedrige Raum und eindringendes Wasser die Turner, welche mit dem Gashaus (beim heutigen Festplatz) ein neues Turnlokal angeboten bekamen.

Vielen ehemaligen Turnern wird noch der Schopf bei der Säge in Erinnerung sein, den die Schulbehörde 1926 zur Verfügung stellte. Details zum Bau und zur Einweihung der Turnhalle im Wiel sind in der Chronik aufgezeichnet, ebenso zur Rietwieshalle.

Wenn immer möglich wurde jedoch im Freien geturnt. In den frühen Jahren waren dies besonders Marsch- und Freiübungen, nebst Übungen an Reck und Barren. Das Gelernte zeigte man an den kantonalen Schauturnen, und man nahm an den Preisturnfesten teil.

Aus den Preisturnfesten entstanden ab 1924 die Kantonalturnfeste. Daneben wurden schon früh Eidgenössische Turnfeste organisiert, die der TVM aber erst ab 1912 besuchte. Alle Teilnahmen des TVM sind in der Chronik festgehalten. Auch Kreisturnfeste, verbunden mit Turnfahrten, hatten sich früh etabliert.

Die Turnfahrten gehörten seit jeher zu jedem Jahresprogramm. Gemeint waren damit zunächst die Märsche zu den Wettkampforten.  Im weissen Gewand, die Fahne voraus, mit Trommelbegleitung zog man „dem Tal entlang“… Lange Jahre gehörten die Ausmärsche zum Wettkampfprogramm mit Rangierung innerhalb des Kantons.

Der TVM war traditionell ein „Sektionsverein“, das Einzelturnen trat im Hintergrund auf. Herausragend waren die Leistungen von Ernst Hess, der in den 30er Jahren einige eidgenössische Lorbeerkränze und dreimal den kantonalen Turnfestsieg erringen konnte.

Das Sektionsprogramm hatte sich über Jahrzehnte wenig verändert. Stets gehörten Marsch- und Freiübungen dazu. Erst ab den 50er Jahren ersetzte das Tamburin die zackige Stimme des Oberturners. Dann kam Klavierbegleitung und schliesslich die Tonbandmusik für die Körperschule in Mode.

An Spieltagen wurden schon früh Mannschaftswettkämpfe angeboten. Müllheim beteiligte sich seit den 1961 im Korbball im Freien, ab 1966 auch in der Halle. An neuen Wettkämpfen kamen die Trampolinmeisterschaften, der Sektionscup, aber auch Skitage und noch andere dazu.

Die einheitlichen, weissen Gewänder verschwanden erst in den 70er Jahren. 1978 schaffte sich der TVM Leibchen mit roten Streifen an. Mehr Hinweise über neue Trainingsanzüge, modernes Outfit und über neuste Trends in der Wettkampfgestaltung findet man in der Chronik im Kapitel „die letzten 25 Jahre“.

Auch der Charakter der Turnfahrten hatte sich geändert. Man unternahm jetzt weite Ausflüge und ausgedehnte Wanderungen in den Alpen. Regelmässig wurden auch Turnfahrten zusammen mit dem DTV Müllheim organisiert. In neuester Zeit sind auch Velotouren unternommen worden.

Mit dem Damenturnverein hatte die Zusammenarbeit schon früh begonnen: bereits im Jahr 1914 gestaltete man gemeinsam das Schauturnen mit dem Turnerball. Diese internen Schauturnen waren manchmal für die ganze Dorfbevölkerung, dann wieder nur für Passivmitglieder gedacht. Sie fanden oft im Freien, bald aber zur Winterszeit in einem Saal statt.

Aus dem Schauturnen entstand, erstmals 1934, eine Abendunterhaltung. Von 1937 bis 1955 folgte sich eine Revue nach der andern, mit grossartigen Erfolgen unter dem Textdichter Oswald Schuppli. Sie sind mit Jahreszahlen und Mottos in der Chronik festgehalten, ebenso die seither im Spätherbst stattfindenden Abendunterhaltungen.

Zur Fasnachtszeit veranstaltete der Turnverein 1930 erstmals eine „Herrenfasnacht“ mit Maskenball. Von 1947 bis 1961 wurde dieser Anlass wieder sporadisch durchgeführt. Aber erst ab 1975 etablierte sich dieser Anlass für im Jahresprogramm. Er wurde seither fast lückenlos organisiert, meist im Wechsel mit der Männerriege.

Die Lücke in den Durchführungsjahren der Maskenbälle ab 1961 füllten die Gartenfeste. Auch an anderen Anlässen, wie der 1. Augustfeier, hat sich der Turnverein immer wieder der Öffentlichkeit präsentiert. In den letzten Jahren konnten wir alle miterleben, wie erfolgreich sich die Organisation der Crazy Night entwickelte.

Weiter Meilensteine finden sich in der Chronik, so beispielsweise die Gründung und die Fahnenweihen der Jugendriege, die Gründung und die Geschichte der Männerriege und ähnliches. Auch Kurioses und Witziges hat sich in den 125 Jahren ereignet und seine Aufzeichnung in den Protokollen und in der Chronik gefunden.

Bezugsquelle: Die Chronik 1980 - 2005 ist in Buchform zum Selbstkostenpreis von Fr. 10.-- erhältlich am Infostand des 125 Jahr Jubiläums oder direkt beim Turnverein Müllheim (siehe auch Homepage).

Herzlicher Dank. Der Turnverein Müllheim bedankt sich bei den Verfassern und den Gönnern dieser wertvollen Vereins-Chronik.

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